Gläsener Aufzug für Jugendstil-Villa

Gläsener Aufzug für Jugendstil-Villa

Als die Münchner Stadtvilla Anfang des 20. Jahrhundert errichtet wurde, ahnte niemand, dass rund 100 Jahre später nachträglich ein eleganter Aufzug aus Glas das historische Treppenhaus aufwerten würde.

Der Münchner Stadtteil Bogenhausen ist bekannt für seine exponierte Lage, seine schönen Wohngebäude, seine hohen Mieten – und seine entsprechend anspruchsvollen Mieter. Bei einer dreigeschossigen Villa, wie die der Stehwo-Vermögensverwaltung, erwarten potenzielle Bewohner deshalb einen Aufzug. Andernfalls kann der Weg ins Dachgeschoss die Treppe hinauf aufgrund der hohen Decken ganz schön anstrengend werden. Die Vermietung der Villa ohne Aufzuganlage gestaltete sich daher schwierig, obwohl es viele Besichtigungen gab.

Die Lösung: ein Aufzug im Treppenhaus

Um dem Wunsch zukünftiger Mieter nachzukommen, führte kein Weg an einem Aufzug vorbei. Ein Außenaufzug kam jedoch nicht infrage, denn zum einen hätte es die Optik der Fassade beeinträchtigt und zum anderen steht die Villa unter Denkmalschutz. Blieb also nur die Installation eines Aufzuges im Treppenhaus. Doch in vielen Gebäuden ist es nicht so einfach, mal eben nachträglich einen Aufzug einzubauen. So auch in der Münchner Villa: Unter dem Dach des Treppenhauses gibt es grundsätzlich nur wenig Platz und der nutzbare Durchmesser ist ebenfalls sehr klein.

Die Umsetzung: maßgeschneiderte Variante

Die strengen Vorgaben des Denkmalschutzes und die schwierigen Raumverhältnisse ließen also nur eine Lösung zu: eine maßgeschneiderte Variante. Und hier kam Riedl ins Spiel. Die Aufzugmanufaktur konstruierte ein achteckiges Gerüst und kürzte die Treppenstufen, die frei in das Treppenhaus ragten, um jeweils zehn Zentimeter. Dadurch konnten 20 Zentimeter Durchmesser gewonnen werden. Dank dieser beiden Maßnahmen stand deutlich mehr Platz zur Verfügung und heute finden bis zu vier Personen im Aufzug Platz. Bei einem klassischen rechteckigen Gerüst hätte es nur für zwei gereicht.

Das Ergebnis: Riedl sorgt für Happy End

Bei der Riedl Aufzugmanufaktur kommen Stahl -und Türbau sowie alle weiteren Komponenten aus einer Hand. Die maßgeschneiderte Lösung konnte deshalb sehr effizient umgesetzt werden. Der Aufwand war zwar größer als bei einem Standardaufzug, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein neuer Mieter für das Dachgeschoss wurde kurze Zeit nach Fertigstellung der Aufzuganlage gefunden. Nicht zuletzt erhöht die Investition den Wert der Villa, sodass diese in Zukunft noch attraktiver für Wohnungssuchende ist. Der Besitzer des Gebäudes, die Stehwo-Vermögensverwaltung, zeigte sich so zufrieden, dass er auch die Wartung der Aufzüge seiner anderen Objekte in die Hände von Riedl legte, selbst die von anderen Herstellern.

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